Die Pflege des Garnelenaquariums
Nach dem in den letzten Beiträgen die Garnelen und Krebse als wirbellose Tiere im Aquarium vorgestellt wurden, soll es heute um die Pflege eines Garnelenaquariums gehen, bevor in den nächsten Beiträgen auf verschiedene Arten der Garnelen eingegangen wird. Da die Garnelen enormen Anklang bei Aquarianer gefunden haben ist die Anzahl Garnelenaquarien in Deutschland entsprechend gestiegen. Vor einigen Wochen bereits haben wir deshalb einen Beitrag zur Einrichtung eines Garnelenaquariums veröffentlicht. Im Gegensatz zum Gesellschaftaquarium gibt es einige Aspekte die beim Aquarium mit Garnelen anders betrachtet werden.
Für die meisten Hochzuchtgarnelen ist beispielsweise sauberes, klares Wasser notwendig, damit es mit der Vermehrung und Aufzucht der Garnelen ordentlich funktioniert. Das bedeutet, dass bei diesen Arten einmal in der Woche ein Teilwasserwechsel durchgeführt wird. Bei vielen Garnelen wie Fire Garnelen oder auch Tigergarnelen sind solche Umstände auch förderlich. Generell klappt die Vermehrung im Artenaquarium, also dem Garnelenaquarium, am besten. Je nach Anspruch der einzelnen Arten muss das Wasser entsprechend angepasst werden. Ein Bodengrundfilter kann übrigens mit dafür sorgen, dass das Wasser im Aquarium klar bleibt. Mit Hilfe des richtigen Bodengrunds können zusätzlich Schadstoffe abgebaut werden.
Ein zur Klärung des Wassers installierter Innen- oder Außenfilter muss natürlich auch gereinigt werden. Hierzu entfernt man vorsichtig das Filtermaterial und reinigt es mit dem zuvor abgesaugten Aquarienwasser. Das Filtermedium wird darin einige Male ausgedrückt und dann wieder in den Filter eingebacht, welcher anschließend wieder in Betrieb genommen wird.
Der Bodengrund wird in der Regel nicht gereinigt. Bei vielen Züchtern ist entweder kein oder nur wenig Bodengrund zu finden. Die Ansichten sind hier ganz verschieden, um dem natürlichen Anspruch Genüge zu tun ist ein Bodengrund aber zu empfehlen. Hier finden nämlich die ganz kleinen Garnelen ausreichend Kleinstnahrung um sich gut zu entwickeln.
Die richtige Fütterung sorgt dafür, dass das Wasser nicht zu stark belastet wird. Dies hat wiederum eine gute Entwicklung der Wirbellosen zur Folge. Die Garnelen bekommen nur so viel wie sie fressen. Dies so hinzubekommen setzt voraus, dass man die Tiere eine Weile beim füttern beobachtet. In vielen unserer Becken haben wir Aschenbecher auf kleinen Beinchen aufgestellt. Sie dienen als Futtertrog und wenn die Garnelen mit dem Fressen fertig sind können die Reste entsorgt werden. Reste des Futters können so den Bodengrund nicht unnötig belasten. Die Qualität des Wassers sinkt nur gering und die Garnelen fühlen sich wohl.
Wer diese grundlegenden Pflegehinweise beachtet wird mögliche Probleme auf das Minimum reduzieren können. Dies gilt im übrigen auch für das eingewöhnen der Garnelen. Je langsamer desto besser. Es kann allerdings trotzdem passieren, dass es zum Totalausfall nach dem einsetzen kommt, obwohl man die Tiere wirklich ganz langsam ein- oder umgewöhnt hat. Vermutungen gehen in die Richtung von verschiedenen Bakterienstämmen die eine Art ‘Inkompatibilität’ unter den Stämmen aufweisen und die Garnelen deshalb sterben. Die neuen Garnelen kommen in diesem Fall nicht durch, da der im Aquarium vorherrschende Bakterienstamm dies verhindert. Beobachtet wurde dies vor allem bei den eingangs erwähnten Hochzuchtgarnelen.

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